Hildegardis-Verein im Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" ausgezeichnet

Für das bundesweit erste Mentoring-Programm für Studentinnen mit Behinderung erhielt der auf die Förderung von Frauenbildung spezialisierte Hildegardis-Verein die Auszeichnungstafel des Wettbewerbs „Deutschland – Land der Ideen“. Bundesregierung und Deutsche Bank prämieren mit dieser Standortinitiative auch in diesem Jahr 365 Orte, die mit ihrem visionären Denken stellvertretend für die Innovationskraft und die Umsetzungsstärke der Deutschen stehen. Hans-Josef Conrad, stellvertretender Direktor der Deutschen Bank Bonn, übergab die Tafel bei der diesjährigen Auftaktveranstaltung des Mentoring-Programms an den Vorstand des Hildegardis-Vereins. Mit diesem von der Conterganstiftung für behinderte Menschen geförderten Programm setzte sich der Verein unter mehr als 2.200 Bewerbungen durch.
Bei dem Auftaktseminar stellte der Verein erneut 20 Studentinnen mit Behinderung je eine berufserfahrene Persönlichkeit mit akademischem Abschluss als Mentorin oder Mentor zur Seite. weiterlesen siehe Pressemitteilung ![]()
Ich fühle mich gestärkt
Mit einem Abschlusstreffen am 11./12. Dezember 2009 in Bonn endete für 20 Studentinnen (Mentees) und 20 Mentor/innen die einjährige Zusammenarbeit im bundesweit ersten Mentoring-Programm für Studentinnen mit Behinderung. Bei der gemeinsamen Rückschau äußerten sie sich durchweg begeistert. „Mentoring ermöglicht einen intensiven Austausch und schafft so einen Erfahrungshorizont, den es sonst nicht gibt“, lobte eine Mentorin. Wie viele andere Teilnehmenden will sie diesen Austausch im Tandem mit ihrer Mentee auf privater Basis fortsetzen.
Film in der ARD über dieses Mentoring-Programm
Am Sonntag, den 29. November 2009, strahlte die ARD im Rahmen der Sendereihe "Gott und die Welt" eine 30-minütige Dokumentation über zwei Teilnehmende dieses Mentoring-Programms aus. Im Mittelpunkt des Filmes stehen die blinde Theologiestudentin Christina Ernst, 26, und ihr ebenfalls blinder Mentor Reiner Spring, 52, Jurist. Das "Tandem" wurde einige Monate von der Kamera begleitet. Ernst und Spring hatten sich bereit erklärt. stellvertretend für die Gruppe der 40 Mentor/innen und Studentinnen (Mentees), die von Dezember 2008 bis Dezember 2009 an diesem Pilotprojekt teilnehmen, über ihre Erfahrungen zu berichten.
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Stimmen von Teilnehmerinnen des Programms ![]()
Mentoring-Programm als Best-Practice Beispiel auf dem europäischen Gleichstellungsgipfel in Stockholm vom 16.-19. November 2009
Das bundesweit erste Mentoring-Programm für Studentinnen mit Behinderung wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf dem dritten Gleichstellungsgipfel vom 16.-19. November 2009 in Stockholm als hervorragendes Modell für innovative Gleichstellungsinitiativen in Deutschland vorgestellt.
„Die Vorstellung unseres Pilotprojekts im europäischen Kontext verstehen wir als Ausdruck großer Wertschätzung“, erklärt die Vorsitzende des Hildegardis-Vereins, Prof. Dr. Gisela Muschiol. „Das freut uns umso mehr, weil von Anfang an die Konzeption unseres Mentoring-Programms darauf gerichtet war, modellhaft Anregungen zur Entwicklung neuer Förderinstrumente zugunsten von Frauen mit Behinderung zu geben. Deshalb legen wir großen Wert auf die prozessbegleitende wissenschaftliche Evaluation unseres Programms, die von der Universität Kassel durchgeführt wird. Die Ergebnisse dieser Auswertung stellen wir interessierten Anbietern von ähnlichen Förderprogrammen gerne zur Verfügung.“
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Bewerbung als Mentee
Sie möchten an unserem Programm teilnehmen? Wir freuen uns über Ihr Interesse und informieren Sie gerne über das Bewerbungsverfahren.


